Friedrich-List-Berufskolleg kooperiert mit der Uni-Bielefeld

- Prof. Dr. König, Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften, begrüßt die Schüler/innen des Wirtschaftsgymnasiums.
Die beiden Berufskollegs Rudolf-Rempel in Brackwede und Friedrich-List in Herford kooperieren mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld. Die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums sollen auf diese Weise an ein wirtschaftswissenschaftliches Studium herangeführt werden.
Dieses Pilotprojekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung für drei Jahre mit insgesamt 75.000 Euro finanziert. Die Kooperation ist ungewöhnlich und fast einmalig. "Wir wollen die Brücken verbreitern", sagt Professor Reinhold Decker von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.
Die Schüler haben mit dem Gang zum Wirtschaftsgymnasium schon eine gewisse berufliche Vorauswahl getroffen. Damit aus Schülern Studenten werden, sollen die Hemmschwellen abgebaut werden. Janne Thorben Brokopf, Schüler des Herforder Friedrich-List-Kollegs war denn auch beeindruckt von der Größe der Universität und von den Hörsälen, die so gar nichts gemein haben mit Klassenzimmern.
Die Stunden an der Universität werden in die Lehrpläne der Schulen eingebaut, außerdem kommen die Professoren der Fakultät regelmäßig an die Schulen. Außerdem wird die so genannte Sommerschule in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien eingerichtet. Rund zehn Schülerinnen und Schüler sollen sich dann in einem entfernt gelegenen Tagungshotel mit wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten beschäftigen. Die anwesenden Lehrer beider Schulen waren des Lobes voll. Dr. Wolfgang Kehl, Leiter des Rudolf-Rempel-Berufskollegs ist sich sicher, dass der Versuch auch nach den avisierten drei Jahren fortgesetzt wird. Kehl: "Zur Not auch ohne die Fördermittel."