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N3 - Effekte des Wechsels zur Freistellungsmethode auf Investition und Standortwahl

Antragsteller

Prof. Dr. Thiess Büttner
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Institut für Wirtschaftspolitik und Quantitative Wirtschaftsforschung Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft

Projektstatus

abgeschlossen

Zeitraum 

2016

Förderstandort

Nürnberg

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Forschungsprojektes werden die Effekte eines Wechsels von der Anrechnungs- zur Freistellungsmethode in den Sitzländern der Konzernmütter auf ausländische Direktinvestitionen empirisch untersucht.

Wendeten Ende der 1990er Jahre die meisten OECD-Mitgliedsländer bei der Repatriierung von Gewinnen ausländischer Töchter die Anrechnungsmethode an, wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten in vielen Ländern ein Wechsel zur Freistellungsmethode vollzogen. Sie ist unter den OECD Ländern inzwischen die dominierende Methode zur Vermeidung internationaler Doppelbesteuerung. Von Seiten der Politik war mit der Einführung der Freistellungsmethode vielfach die Erwartung verbunden, dass die Repatriierung der Gewinne zu einem Anstieg der Investitionen im Sitzland der Konzernmutter führen würde.

Geht man davon aus, dass im Fall der Anwendung der Anrechnungsmethode eher im Ausland investiert wird, da eine Repatriierung aus steuerlichen Gründen unterbleibt, könnte der Wechsel zur Freistellungsmethode multinationale Unternehmen veranlassen, weniger im Ausland und stärker im Sitzland der Mutter zu investieren. Allerdings ist auch denkbar, dass die Auslandsinvestitionen zunehmen, da die Erträge nur im Sitzland der Tochter versteuert werden und eine Heraufschleusung auf das heimische Steuerniveau unterbleibt.

Die steuerliche Behandlung der ausländischen Gewinne steht im Zentrum der internationalen Forschung zur Besteuerung und so wurde auch die Wahl zwischen Anrechnungs- und Freistellungmethode in der theoretischen Finanzwissenschaft und in der Steuerlehre eingehend diskutiert. Allerdings steht die empirische Forschung noch am Anfang. Es ist bislang insbesondere nur wenig darüber bekannt, ob und wie multinationale Konzerne ihre Investitionstätigkeit als Reaktion auf einen Wechsel von der Anrechnungs- zur Freistellungsmethode ändern.

Die empirischen Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt zeigen einen deutlichen Anstieg ausländischer Direktinvestitionen nach dem Regimewechsel durch das Sitzland der Konzernmütter. In Fällen, in denen die Dividendenfreistellung an Bedingungen wie z. B. eine Mindestbeteiliungsquote an der ausländischen Gesellschaft geknüpft ist, reduziert sich der Effekt deutlich.

 

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