Generelle Ausrichtung der Forschungsaktivitäten
Analyse und Modellierung des Kaufverhaltens
Die Erforschung des individuellen Kaufverhaltens kann sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht erfolgen. Als qualitativ orientierte Disziplin versucht die Kaufverhaltensforschung Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie Menschen durch ihre eigene Persönlichkeit sowie ihr soziales und ökonomisches Umfeld in Bezug auf ihr Kauf- und Konsumverhalten beeinflusst werden und wie sie auf diese Einflüsse reagieren. Als quantitativ orientierte Disziplin versucht sie, unter Zuhilfenahme geeigneter mathematischer Modelle, zur Erklärung und Prognose des individuellen Kaufverhaltens beizutragen und liefert so wertvolle Hinweise für die Entwicklung fundierter Marketingstrategien. Der Interessenschwerpunkt des Lehrstuhls liegt auf der quantitativen Kaufverhaltensmodellierung.
Quantitative Methoden der Marketingforschung
Die quantitative Marketingforschung hat in den letzten Jahren eine beachtliche Eigendynamik entwickelt und wird in ihrer grundsätzlichen Bedeutung heute kaum mehr in Zweifel gezogen. Die damit verbundene kontinuierliche Verbesserung bereits existierender, aber auch die Entwicklung neuer Methoden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendbarkeit auf praktische Marketingprobleme stellt eine stete Herausforderung an die Marketingwissenschaft dar. Am Lehrstuhl beschäftigt man sich u. a. mit der Anwendung und Weiterentwicklung von Methoden des maschinellen Lernens zur Datenanalyse, mit der systematischen Behandlung fehlender Werte in der Marketingforschung sowie der Auswertung von Point-of-Sale-Scannerdaten mittels Data Mining-Methoden. Weitere aktuelle Forschungsfelder liegen im Bereich der Methoden für das Environmental Scanning sowie im Bereich der computergestützen Präferenzmessung.
Computerbasierte Entscheidungsunterstützung im Marketingmanagement
Die computerbasierte Entscheidungsunterstützung ist heute in vielen Unternehmen fester Bestandteil des operativen und strategischen Managements. In der Marketingplanung können entsprechende Systeme z. B. zur Neuproduktentwicklung, zur Werbemittelgestaltung und zur systematischen Steuerung des Außendienstes eingesetzt werden. In der Marktforschung ist die effiziente Vorbereitung, Durchführung und Auswertung umfangreicher Datenerhebungen ohne ausreichende Computerunterstützung kaum mehr möglich. Im Einzelhandel lässt insbesondere die große Verbreitung des Point-of-Sale-Scanning und die damit in der Regel verbundene Datenflut die Notwendigkeit entsprechender Forschungsbemühungen, etwa im Bereich des Data Warehousing und des Data Mining, offensichtlich werden. Darüber hinaus bietet insbesondere die zunehmende Bedeutung von E-Commerce, gerade in Verbindung mit dem Web 2.0, neue und vielschichtige Herausforderungen. Die genannten Bereiche sind in unterschiedlichem Maße Gegenstand der aktuellen Forschung und Lehre.


