Arbeitsmarktforschung
(„labor market research“)
Die Arbeitsmarktforschung bezieht sich auf die Analyse und Prognose des Arbeitsmarktes. Sie lässt sich differenzieren zum einen in die überbetriebliche und zum anderen in die betriebliche Arbeitsmarktforschung. Die überbetriebliche Arbeitsmarktforschung erfolgt insbesondere durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und bezieht auch die Berufsforschung mit ein. Die betriebliche Arbeitsmarktforschung umfasst die Erschließung, Aufbereitung und Auswertung aller derjenigen arbeitsmarktbezogenen Informationen, die für verschiedene Entscheidungen im Rahmen der betrieblichen Personalarbeit (z. B.
Personalbeschaffunsmethode, Fortbildung, Berufsausbildung) relevant sind. Sie ist Teil der betrieblichen
Personalforschung, sofern sie durch betriebliche Stellen durchgeführt oder in Auftrag gegeben wird. Ihr Ziel ist die möglichst frühzeitige Aufdeckung zum einen gegenwärtiger und zukünftiger interner wie externer Angebots- und Nachfragepotenziale betrieblich relevanter Arbeitsmarktsegmente (interne wie externe Forschung) sowie zum anderen von Veränderungen der wesentlichen Einflussfaktoren des Arbeitsmarktes generell. Eine systematische betriebliche Arbeitsmarktforschung geht in mehreren Phasen vor sich: Segmentierung relevanter externer und spezifisch interner Arbeitsmärkte, Formulierung des Informationsbedarfs, Erschließung aussagekräftiger Informationsquellen sowie Auswertung der erhobenen Informationen. Eine ständige Forschung findet allerdings nur zu laufend benötigten Mitarbeiterkategorien statt, ansonsten wird sie i. d. R. fallweise bei erkennbarem Personalbedarf notwendig.
Lit.: Drumm 2000, Schanz, G. 2000


