Erwartungs-Valenz-Modelle
(„expectancy-valence models“, „in-strumentality theories“)
Alle Varianten der Erwartungs-Valenz-Modelle (oft synonym: Instrumentalitätstheorien) gehen davon aus, dass die Stärke einer Verhaltenstendenz einer Person von der individuellen Erwartungshöhe (Erwartungen) und der Valenz (Attraktivität) eines Sachverhalts für diese Person und den von ihr erwarteten Konsequenzen abhängig ist. Die Modelle betonen dabei den Zukunftsbezug, das Planungsverhalten von Individuen und deren kognitive Mechanismen. Die jeweiligen Modelle beruhen i. d. R. nicht auf empirischen Studien, sondern auf gedanklichen Überlegungen der jeweiligen Autoren. Man könnte diese Modelle auch als integrierende Motivationsmodelle bezeichnen, da sie andere Komponenten, z. B. Motive und Motivation, in sich aufnehmen können. Drei herausragende Modelle sind zu nennen: Erwartungs-Valenz-Ansatz von Vroom, Erwartungs-Valenz-Modell von Lawler und die Erwartungs-Valenz-Theorie von Porter/Lawler.
Lit.: Staehle 1999, Berthel 2000, Jost 2000, Weibler 2001


