Karriereanker
(„career anchor“)
Als Karriereanker bezeichnet Schein Aspekte der bei sich selbst wahrgenommenen Talente, Werte und Motive (und Motivation), die karriereorientierte Entscheidungen individuell organisieren und stabilisieren. Sie stellen seiner Ansicht nach ein Schlüsselelement des Selbstkonzeptes dar. Er differenziert in fünf Karriereanker, die die dominanten Orientierungen der Mitarbeiter repräsentieren sollen (= Karriereorientierungen). Sie drücken dabei aus, was die Mitarbeiter durch
Karrieren anstreben:
- Führungskompetenz (Mitarbeiter suchen und schätzen Gelegenheiten zu führen),
- technisch-funktionelle Kompetenz (Mitarbeiter suchen und schätzen geregelte Verfahren mit deutlichem Zielbezug),
- Sicherheit (Mitarbeiter trachten danach, ihre Karrieresituation zu stabilisieren),
- Kreativität (Mitarbeiter suchen und schätzen die Entwicklung neuartiger Problemlösungen) sowie
- Autonomie und Unabhängigkeit (Mitarbeiter suchen und schätzen selbständige Aufgabenerfüllung).
Diese Differenzierung erlaubt es im Rahmen der
Karriereplanung, individueller auf einzelne Mitarbeiter eingehen zu können.
Lit.: Schein 1978, Berthel 1995, Schanz, G. 2000


